„Wir können stolz auf diese Leistung sein“

Neujahrsempfang des Brandschutzabschnitts Süd: Rückblick auf ein weiteres Jahr mit einer Katastrophe Einsätze bei Wind und Wetter, bei Tag und Nacht, mit Personenschäden und schweren Schicksalen, Katastrophen – auf die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren ist stets Verlass. „Wir müssen das nicht“, sagte Hartmut Staschinski gestern, „aber wir machen das.“ Der Leiter des Brandschutzabschnitts Süd blickte als Gastgeber des Neujahrsempfangs im Katastrophenschutzzentrum Schneeheide auf das vergangene Jahr zurück und auf das Jahr 2014 voraus.

(mey). Über Langeweile mussten sich die Ehrenamtlichen 2013 wahrlich nicht beklagen. Der neuntägige Einsatz beim Elbehochwasser in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, der längste Katastropheneinsatz in der Geschichte Niedersachsens, stellte dabei alles andere in den Schatten.

987 Kameradinnen und Kameraden aus den Feuerwehren des Heidekreises waren im Einsatz. „Wir können stolz auf diese Leistung sein“, resümierte Staschinski, der daran erinnerte, dass zeitgleich der Brandschutz im Heidekreis gewährleistet bleiben musste. „Es war wieder ein Jahr mit Katastrophe“, sagte Kreisbrandmeister Uwe Quante. Die Einsatzkräfte hätten sich erneut bewährt: „Gute Arbeit spricht sich herum – so durften wir bis zum letzten Tag an der Elbe arbeiten.“ Der überwiegende Teil der Einsätze finde aber weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit statt, sagte Staschinski vor zahlreichen Gästen aus Politik, kommunalen Verwaltungen und verschiedenen Organisationen. Eine Ölspur hier, ein umgestürzter Baum dort – die Freiwilligen Feuerwehren seien stets zur Stelle, nicht nur wenn es brennt, so Staschinski. Deshalb hob er auch mahnend den Zeigefinger: „Wer daran denkt, hier aus Kostengründen zu sparen, nur um kurzfristig ein paar Euro mehr in der Kasse zu haben, der mag dann das nächste Mal versuchen, hauptamtliche Kräfte für so einen Einsatz zu motivieren.“ Landrat Manfred Ostermann stellte klar, dass im vergangenen Jahr kein Euro zu viel für die Feuerwehren ausgegeben worden sei. „Sie haben verdient, dass wir weiter investieren.“
2013 gab es auch Einsätze mit tragischem Ausgang. Staschinski erinnerte an den Gebäudebrand in unmittelbarer Nachbarschaft in Schneeheide, als trotz schneller Brandbekämpfung ein kleiner Junge nur tot aus dem Haus geborgen werden konnte. Er bedankte sich bei den Notfallseelsorgern, die den Ehrenamtlichen zur Seite stehen, „damit solche Einsätze keine Risse auf der Seele hinterlassen“.
Auch in diesem Jahr, da waren sich wohl alle Anwesenden sicher, wird es wieder vielschichtige Aufgaben für die Mitglieder der 54 Feuerwehren des Brandschutzabschnitts Fallingbostel abzuarbeiten geben. Zudem soll einiges aufgebaut werden, sagte Staschinski. Das mobile Stromaggregat, das bereits im gelben Container vor dem Katastrophenschutzzentrum steht, soll fertiggestellt werden, ein drittes Trägerfahrzeug angeschafft und ein Übungsplatz für Feuerlöschertraining in Schneeheide errichtet werden.
Kreisbrandmeister Uwe Quante zeichnete zwei Kameraden für besonderes Engagement aus. Brandmeister Jens Führer, Bezirkspressewart und Pressewart der Heidekreis-Feuerwehr, erhielt für überdurchschnittlichen Einsatz in der Verbandsarbeit das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber. Oberbrandmeister Rainer Bolsewig, langjähriger stellvertretender Ortsbrandmeister sowie Ortsbrandmeister und seit 2012 Ehrenortsbrandmeister in Südkampen, bekam die Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen angesteckt.

Textquelle: Walsroder Zeitung
Fotos: Thomas Bösewill

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