Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Krelingen Stellvertreter Tobias Bremer zum Löschmeister befördert

(jf) Am vergangenen Wochenende konnte der Krelinger Ortsbrandmeister neben Mitgliedern der Feuerwehr auch zahlreiche Gäste, darunter den Stellvertretenden Bürgermeister Dieter Heitmann, den Abschnittsleiter Hartmut Staschinski, den Stellvertretenden Stadtbrandmeister Volker Langrehr den Ehrenkreisbrandmeister Dieter Schwarze, Vertreter von örtlichen Vereinen und befreundeter Feuerwehren sowie Fördernde Mitglieder im Gasthaus Columbus begrüßen. Musikalisch untermalt wurde die Versammlung von der Feuerwehrkapelle Krelingen.

Ortsbrandmeister Krause kritisierte in seiner Eröffnungsrede den Vorstoß der WBL, auf der politischen Schiene zu prüfen, wo bei der Feuerwehr noch Gelder eingespart werden können. Dabei geht es der WBL nicht um die Schwer- und Stützpunktwehren – nein es wären ja nur die kleinen Ortsfeuerwehren, bei denen man vorrangig Einsparpotential sieht. In einem Brief der WBL an alle Ortsbrandmeister wird darauf hingewiesen, dass es ja nicht darum ginge Ortsfeuerwehren zu schließen, sondern Ausgaben zu optimieren und kritisch zu prüfen um damit die drei Stadtbrandmeister zu unterstützen – nur hatten die Stadtbrandmeister überhaupt keine Kenntnis und sie sind weder befragt, noch in sonst einer Form über den Vorstoß der WBL informiert worden. Und gerade die kleineren Ortsfeuerwehren sind es, die die Schwer- und Stützpunktfeuerwehren mit Personal unterstützen oder, wie beim Elbehochwasser, das Gros der Helfer stellen. In Zeiten in denen sich die Feuerwehren ernsthafte Gedanken um die Nachwuchsgewinnung machen und der Begriff „Demografischer Wandel“ in jeder Sitzung zu hören ist, sollte auf der politischen Schiene mehr Fingerspitzengefühl erwartet werden dürfen. Und das unter Einbindung von den Fachleuten, nämlich von der Feuerwehr selbst, die den taktischen Wert aller Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet betrachtet und nicht den finanziellen Wert des Einzelnen prüft.

Der Stellvertretende Ortsbrandmeister Tobias Bremer trug erstmalig den Jahresbericht vor und ging dabei auf die sieben Einsätze ein, die in 2013 abgearbeitet werden mussten. Der langwierigste war dabei sicher das Elbehochwasser, zu dem die Ortsfeuerwehr insgesamt 34 Helfer gestellt hatte. Aber die Ehrenamtlichen mussten auch zu einem Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten nach Düshorn und einem Gebäudebrand mit einem toten Kind nach Schneeheide ausrücken – solche Einsätze sind sehr belastend für die eingesetzten Helfer. Zusätzlich wurden 39 Ausbildungsdienste durchgeführt, Lehrgänge absolviert aber auch dörfliche Veranstaltungen und die Sportgala unterstützt. Im kommenden Jahr soll zur Nachwuchsgewinnung eine Kinderfeuerwehr gegründet werden – das Betreuerteam steht, es fehlen nur noch die Kinder, so Bremer, und leitete damit zum Bericht der Jugendfeuerwehrwartin Tina Krause über. Die Jugendabteilung bestand aus sechs Mädchen und sieben Jungen und hatte insgesamt 43 Dienste absolviert. Sie nahmen an allen Wettbewerben auf Kreis- und Stadtebene teil, besuchten den Flughafen Hannover und verbrachten einen teil der Sommerferien im Kreiszeltlager Munster – und hatten dort sogar den zweiten Platz beim Lagerwettbewerb geschafft. Adolf Plesse, der Leiter der Feuerwehrkapelle, berichtete von einem relativ ruhigen Jahr mit 37 Proben und 16 Auftritten. Erstmalig wurden bei der Gebetswoche in Walsrode kirchliche Musikstücke gespielt – eine Herausforderung, die gemeistert wurde.

In seinen Grußworten überbrachte Dieter Heitmann den Dank von Rat und Verwaltung für die geleistete Arbeit. Es ist nicht selbstverständlich, sich an 365 Tagen 24 Stunden ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Feuerwehr ist ohne Alternative – und sparen ist richtig und wichtig, aber nicht an einer Institution wie der Feuerwehr, der Rat muss alles tun um auch die kleineren Ortsfeuerwehren zu erhalten und um die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen, kommentierte er den Vorstoß der WBL.

Der Ortsvorsteher Karl Heinz Freitag wies darauf hin, das mehr als eine Million Menschen in den Feuerwehren aktiv sind, diese Struktur ist nahezu einzigartig. Neben Berufsfeuerwehren bilden Ehrenamtliche das Rückgrat der Feuerwehren, 42 000 Kinder und Jugendliche haben sich dem Hobby Feuerwehr verschrieben. In Deutschland gibt es 20% Migranten, aber nur 1% Migranten sind in den Feuerwehren – hier ist sicher Nachholbedarf. Nicht nur das Elbehochwasser hat die Wichtigkeit der Ehrenamtlichkeit gezeigt. Feuerwehr ist unbezahlbar, hatte Silke Lorenz letztes Jahr gesagt.....und so sollen sich die Verantwortlichen in der Politik auch verhalten.

Der Abschnittsleiter Hartmut Staschinski dankte seitens der Kreisfeuerwehr und nannte seine persönlichen Highlights des Jahres 2013, an denen die Ortsfeuerwehr Krelingen beteiligt war. Das waren die Gebetswoche mit musikalischer Begleitung der Feuerwehrkapelle, der 9-tägige Elbehochwassereinsatz, bei dem beide Kreisfeuerwehrbereitschaften im Einsatz waren und das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Munster mit viel Harmonie unter den Jugendlichen.

Der Stellvertretende Stadtbrandmeister Volker Langrehr machte noch einmal am Beispiel des Hochwassers deutlich, dass bei solchen Einsätzen viele Leute gebraucht werden um zu helfen. Sie als Stadtbrandmeister sind überzeugt, dass jede Ortsfeuerwehr benötigt wird, auch die kleinen. Und sie waren nicht in Aktion der WBL eingebunden, wurden nicht dazu gehört. Er ging noch einmal auf die schweren Einsätze ein, besonders auch mit dem toten Jungen in Schneeheide.....die seelische Belastung hört nicht auf wenn Feuer gelöscht ist, es kann Jahre dauern, solche Erlebnisse zu verarbeiten. Langrehr rief dazu auf, bei Bedarf psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Bei den nachfolgenden Beförderungen wurde Felix Huwer Oberfeuerwehrmann, Andre Meinecke Hauptfeuerwehrmann und Tobias Bremer Löschmeister. Die Hochwassermedaille anlässlich der Teilnahme am Elbehochwassereinsatz bekamen Frank Ahrens, Meike Ahrens, Felix und Wolfgang Huwer, Lennart Schönhals, Uwe Stolte, Randolf Schink, Sören Schönhals und Holger Krause nachträglich überreicht.

Lennart Schönhals wurde verabschiedet, da er nach Bad Fallingbostel umzieht. Er war ein sehr aktiver Feuerwehrmann, der lange Zeit als Sicherheitsbeauftragter und Leiter der Atemschutzgruppe eingesetzt war. Seine Posten werden Frank Ahrens und Felix Huwer übernehmen.

Hans-Jürgen Dey wurde noch für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

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