Jahreshauptversammlung in Westenholz

(jf) Am vergangenen Wochenende konnte der Ortsbrandmeister Björn Fabisch zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Westenholz neben den Gästen, dem Stadtbrandmeister Richard Meyer, dem Stellvertretenden Bürgermeister Dieter Heitmann und Vertretern anderer Feuerwehren und Vereinen, auch zahlreiche Mitglieder im Schützenhaus begrüßen.

Die Ortsfeuerwehr bestand zum Ende des Berichtsjahres aus 25 Mitgliedern in der Einsatz-, fünf in der Alters- und vier in der Jugendabteilung, 61 Förderer unterstützen ihre Ortsfeuerwehr. In seinem Jahresbericht ging Fabisch auf die insgesamt fünf Einsätze ein, die von den Aktiven abgearbeitet werden mussten. Das Jahr war fest in der Hand von Mutter Natur, so der Ortsbrandmeister. Zu Beginn des Jahres ein langer kalter Winter mit einem Öleinsatz, dann eine Trockenperiode mit zwei Flächenbränden, danach kam das Elbehochwasser - der längste Einsatz in der Geschichte Niedersachsens. Und zum Jahresende beschäftigten Stürme wie "Xaver" die Feuerwehren in Niedersachsen, genau wie eine Alarmübung bei der Westenholzer Mühle und ein LKW-Brand auf dem Truppenübungsplatz die Ortsfeuerwehr Westenholz.

Zusätzlich zum Einsatzgeschehen wurden Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besucht und Ausbildung vor Ort betrieben, beispielsweise wurde das richtiges Verhalten bei Bränden von Biogasanlagen geschult. Die NSA-Datenaffäre war auch in der Stadt Walsrode thematisiert worden, aber leider auch die Freiwilligen Feuerwehren. Speziell bei einer Partei, deren Mitglieder die Meinung vertreten, man müsse prüfen wo bei den Feuerwehren Kosten gespart werden könnten. Das Motto "Feuerwehr ist ohne Alternative" ist scheinbar doch noch nicht überall angekommen, so der Ortsbrandmeister. Denn neben dem Brandschutz ist die Feuerwehr auch für die Dorfgemeinschaft wichtig, dies wurde bei zahlreichen Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Dorfgrillen oder Bosseln, bewiesen.

Zu Feuerwehrmännern wurden Björn Finkas sowie Tobias Schulze ernannt, zum Hauptfeuerwehrmann wurde der Stellvertretende Ortsbrandmeister Jan Daginnus befördert. Für 40-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt wurde Wolfgang zum Berge.

Dieter Heitmann überbrachte die Grüße des Rates der Stadt Walsrode und bedankte sich für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Diese besondere Arbeit wird von Menschen, die nicht so nah dran sind und meist die dörflichen Strukturen nicht kennen, nicht immer entsprechend gewürdigt. 365 Tage im Jahr einsatzbereit, und nicht wie bei Arbeit acht Stunden, sondern 24 Stunden am Tag. Die Ehrenamtlichen investieren Zeit und Engagement in die Dorfgemeinschaft, ein Dorf ohne Feuerwehr sei nicht denkbar, ohne Feuerwehr würde die Dorfkultur fehlen. Auch die kleinen Ortsfeuerwehren müssen erhalten bleiben, dafür muss alles Erdenkliche getan werden. Das Geld im Feuerwehr-Etat ist gut angelegtes Geld, auch wenn es im Herbst eine Partei gab, die gerade die kleineren Ortstfeuerwehren in Frage gestellt hat. "Es wird keine Mehrheit im Rat geben, die diese Planung unterstützen", so
Heitmann.

Stadtbrandmeister Richard Meyer ging auf die notwendige Ausbildung mit den neuen digitalen Funkgeräten ein, jeder Sprechfunker muss eine 9-Stündige Schulung absolvieren um sich mit der neuen Technik vertraut zu machen. Danach lobte er die tolle Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr Ostenholz, als so nahe Nachbarn laufen die Ausbildung und Einsäte gemeinsam, und das ist gut so. Er bedankte sich für die Hilfe beim Stadtfest und freute sich über die dort gezeigte Kameradschaft. Bisher konnten alle gestellten Aufgaben und Einsätze abgeleistet werden, und das soll auch so bleiben. Erschrocken war er von der Aktion der WBL. Die Feuerwehr leistet Sacharbeit und Hilfe, sie ist nicht politisch. Die Stadtfeuerwehrführung steht vor ihren Feuerwehren, die für den Brandschutz und das dörfliche Zusammenleben verantwortlich sind und wichtig sind. "Die Bürger sollten ruhig schlafen können, weil die Feuerwehren ihre Arbeit machen, auch auf den Dörfern", so Meyer. Danach übergab er eine Atemschutzüberwachungstafel für Atemschutzeinsätze an den Ortsbrandmeister.

Klaus Gärtner als Ortsvorsteher dankte ebenfalls für die Arbeit und sprach auch die Aktion der WBL an. Nach dem Pressebericht haben viele Besorgte bei ihm angerufen, waren verunsichert. Auch er untermalte die Wichtigkeit der Feuerwehren vor Ort und hofft, dass die Poltiker verantwortungsvoll handeln, es müsse jede Feuerwehr erhalten bleiben.

Text und Bilder: Jens Führer

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