Grossübung in Honerdingen Glockenturm brennt

Honerdingen, Heidekreis (jf) Am frühen Donnerstagabend wurde gegen 18:15 Uhr in der Meinerdinger Kirche ein Brand im Glockenturm gemeldet. Der örtliche Pastor Thoma Delventhal hatte mehrere Gäste in dem Gotteshaus zu Besuch, als dort durch einen technischen Defekt ein Feuer entstand. Er selber schaffte es noch aus dem Gebäude zu flüchten, während den acht Besuchern der Weg durch Rauch versperrt wurde. Nach dem Eingang des Notrufes in der Leitstelle Soltau wurden sofort die Ortsfeuerwehren Honerdingen, Düshorn, Benzen und Walsrode alarmiert.

Als Erstmaßnahme nahmen die Einsatzkräfte unter Atemschutz die Such nach den Vermissten auf und richteten eine Verletztensammelstellung ein, wo die sogenannte Triage und Erstversorgung der Geretteten stattfand, bevor die Verletzten vom imaginären Rettungsdienst in die Krankenhäuser verbracht wurden.

Parallel dazu wurde die Wasserversorgung vom Hydraten aufgebaut und die Brandbekämpfung eingeleitet. Nach dem Eintreffen der Drehleiter wurde diese im rückwärtigen Bereich mit dem Wenderohr zum Aufbau einer Riegelstellung zum Kirchenschiff in Stellung gebracht.

Durch den starken Funkenflug gerieten auch angrenzende Teile des Waldes in Brand. Auch hier mussten die Flammen bekämpft werden, daher wurde noch die Feuerwehr Fulde nachalarmiert. Da die Wasserversorgung vor Ort für die insgesamt fünf Rohre und das Wenderohre nicht ausreichte, wurde noch eine weitere Versorgungsleitung von einer Beregnungsanlage eines örtlichen Landwirts gelegt.

Insgesamt waren rund 90 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen im Einsatz. Der Einsatzleitwagen aus Walsrode wurde vom Einsatzleiter Stefan Warnecke als Führungshilfsmittel zur Koordination der umfangreichen Arbeiten genutzt, die Atemschutzüberwachung übernahm die Ortsfeuerwehr Honerdingen. Um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen, wurde der Bereich um die Kirche herum weiträumig ausgeleuchtet. Nach rund einer Stunde waren die Arbeiten erledigt und es erfolgte die Nachbesprechung.

Die Übung, die der Ortsbrandmeister Michael Schlüter ausgearbeitet hatte, wurde vom Stellvertretenden Stadtbrandmeister Ralf Köhler und dem Abschnittsleiter Richard Meyer beobachtet.

Text Foto ; Jens Führer

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