Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Fallingbostel – Funk Oberbrandmeister

Bad Fallingbostel, Heidekreis (jf) „Was benötigt man um eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen“, fragte Florian Funk erstmalig als Ortsbrandmeister in die Versammlung. Laut Niedersächsischem Brandschutzgesetzt ist die Kommune dafür verantwortlich, eine den örtlichen Verhältnissen entsprechend leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, und dieser Verpflichtung kommt die Stadt Bad Fallingbostel zu 100% nach, so Funk. Aber was bringen die neuesten Fahrzeuge und Technik, wenn es nicht genug Ehrenamtliche gibt, diese zu bedienen. Nur die Kombination Ausstattung und ausreichend viele, motivierte Mitglieder kann für den Schutz der Bevölkerung sorgen. Und da drückt der Schuh, denn es gibt Faktoren, die an der Motivation nagen – steigender Verwaltungsaufwand, neue Anweisungen, Prüfungen und Abnahmen, Inbetriebnahmen von Brandmeldeanlagen tagsüber während der Arbeitszeit sind nur einige, die Funk nennt. Oft müssen ehrenamtliche Funktionsträger Urlaub nehmen, um ihrer freiwillig übernommenen Aufgabe nachkommen zu können, oder ihr Privatleben einschränken. Danach begrüßte er die anwesenden Mitglieder und Gäste, darunter den Landrat Manfred Ostermann, die Bürgermeisterin Karin Thorey, den Abschnittsleiter Richard Meyer, den Stadtbrandmeister Andreas Schulenburg, den Ehrenstadtbrandmeister Wolfgang Gerloff und ganz besonders die Abordnung aus Perrier/Frankreich, aber auch Vertreter von Nachbarfeuerwehren sowie befreundeter Vereine  und  Verbände.

In seinem Rückblick ging Funk auf die Statistiken ein, bspw. den Personalstand mit 63 Einsatzabteilungsmitgliedern, 21 Jugendlichen, 18 in der Alters- und Ehrenabteilung und 498 fördernden Mitgliedern. Es wurden diverse Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besucht, um sich auf die Einsätze vorzubereiten. Insgesamt mussten 86 Einsätze bewältigt werden, davon 38 Technische Hilfeleistungen, 31 Brände und 17 sonstige (Alarmübungen, Fehlalarme etc.). Der  Stellvertretende Ortsbrandmeister Jens Wolters ging auf einige Einsätze ein, beispielsweise einen Großbrand in Marklendorf mit Nutzung des Gelenkmastes, einen PKW-Brand zwischen zwei Gebäuden, diverse Türöffnungen, schwere Verkehrsunfälle auf der Autobahn 7, Flächenbrände, Sturmschäden, Personenrettungen über den Korb des Gelenkmastes und Feuer an Erntemaschienen. Die durchschnittliche Ausrückezeit belief sich auf drei Minuten, was für eine Freiwillige Feuerwehr sehr gut ist, wenn man bedenkt, dass die Einsatzkräfte erst von Daheim, der Arbeit oder sonst wo zum Gerätehaus eilen müssen.

Timo Bade hielt seinen Bericht als Jugendwart und informierte über die Aktivitäten der 21 Jugendlichen, davon vier Mädchen. Im wöchentlichen Rhythmus wurden 46 Dienste durchgeführt, insgesamt 276 Stunden für feuerwehrtechnische Ausbildung aufgewendet. Den Wanderteller und einen Gutschein für die beste Dienstbeteiligung wurde an Aaron Jäh übergeben. In die Einsatzabteilung wurden Jana Marcks, Max Grytzmann, Elmar Bremer und Felix Freynik übergeben. Stefan Radloff wurde für seine langjährige Unterstützung zum „Ehrengast der Jugendfeuerwehr“ ernannt, diese Auszeichnung wurde erstmalig verliehen und besagt, dass er immer zur Jugendfeuerwehr kommen kann.

Bei den Ernennungen/Beförderungen gab es folgende Änderungen: Jana Marcks wurde Feuerwehrfrau, Max Grytzmann, Elmar Bremer und Felix Freynik Feuerwehrmänner. Sören Bostelmann darf sich ab sofort Oberfeuerwehrmnn nennen, Ann-Katrin Bade, Jörn Kleinhans, Jan-Hendrik Müller wurden Hauptfeuerwehrfrau bzw. -mann. Erster Hauptfeuerwehrmann wurde Yil Ohlendorf. Durch den Stadtbrandmeister Andreas Schulenburg konnte Timo Krienke zum Oberlöschmeister befördert werden.

Bei den Ehrungen wurde Benjamin Hering das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr von der Bürgermeisterin überreicht, Ernst-Heiner Römer wurde für 50 Jahre geehrt. Durch den Abschnittsleiter Richard Meyer konnten ebenfalls Ehrungen ausgesprochen werden, so bekamen Wilfried Brooks und Gerhard Büstrin für 50 Jahre sowie Karl Heinz Wedemeyer für 60 Jahre das Ehrenabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes überreicht. Danach beförderte der Abschnittsleiter den Ortsbrandmeister Florian Funk zum Oberbrandmeister.

Ernst-Heiner Römer sowie Frank Mayer wurden an die Alters- und Ehrenabteilung übergeben, Andrea Stendel schied als Sicherheitsbeauftragte und Stefan Radloff als ehemaliger Ortsbrandmeister aus dem Kommando aus, Florian Funk dankte allen für die geleistete Arbeit. Andreas von Hörsten wird neuer Sicherheitsbeauftragter, Jörn Kleinhans neuer Stellvertretender Atemschutzgerätewart.

Karin Thorey freut sich darüber, erstmalig seit Jahren mit einer schwarzen 0 ins neue Jahr zu gehen und somit auch Geld in die Freiwilligen Feuerwehren investieren zu können, der Stadtrat votierte einstimmig für die notwendigen Investitionen. Landrat Ostermann sprach Dankes- und Grußworte an die Anwesenden, besonders für die Hilfe bei schweren Unfällen auf der Autobahn, aber auch für die Arbeit in der Kreisfeuerwehr, beispielsweise als Ausbilder oder in der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt. Er freut sich sehr drüber, dass sich die Kreisfeuerwehr mit den Werkfeuerwehren an der Messe „Work Life“ in der Heidmarkhalle beteiligt. Olaf Janssen von der Polizei verdeutlichten noch einmal, dass es auf der Autobahn zu mehr als 1000 Unfällen gekommen ist, oft mit Beteiligung der Feuerwehr, die Zusammenarbeit war wieder sehr gut.

Text und Foto Jens Führer

heidekreis-bottom

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.