Jahreshauptversammlung Ortsfeuerwehr Krelingen Thorben Fricke nun Oberlöschmeister

Krelingen, Heidekreis (jf) Am vergangenen Freitag fand in Krelingen die diesjährige Jahreshauptversammlung, die wieder von der Feuerwehrkapelle begleitet wurde, statt. Es waren zahlreiche Gäste, darunter der Kreisbrandmeister Hartmut Staschinski, der Stadtbrandmeister Volker Langrehr, die Stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Söder und der Ortsvorsteher Karl-Heinz Freitag erschienen. Mit den Worten "wieviel Feuerwehr braucht eigentlich die Stadt Walsrode", eröffnete Krause die Sitzung und ging dann auf das Thema Feuerwehrbedarfsplan ein, der aktuell von einem unabhängigen Gutachter erstellt wird.

Die Ortsfeuerwehr unterstützte dabei, indem sie für ihren Einsatzbereich wichtigen Zahlen, Daten und Fakten zusammenstellte, beispielsweise über die Anzahl an Einsatzkräften, die Tagesverfügbarkeit der Kräfte, Fahrzeuge und Ausrüstung, den 30 Kilometer langen Autobahnabschnitt mit viel Verkehr, das Geistliche Rüstzentrum, landwirtschaftliche Anwesen, Biogasanlagen usw. All dieses fließt in die Bewertung ein und möglicherweise muss in Krelingen die Ausstattung entsprechend angepasst werden, um die Aufgaben auch in Zukunft adäquat abarbeiten zu können, so Krause. Auch die Mitgliederwerbung ist ein wichtiger Aspekt, denn ohne Ehrenamtliche geht es nicht, stellte der Ortsbrandmeister klar. Der Stellvertretende Ortsbrandmeister Tobias Bremer ließ das Jahr 2017 Revue passieren, ein ganz normales Jahr, wären da nicht die vielen Unwetter und das Hochwasser in Hildesheim gewesen. Die Dorfgemeinschaft wurde wie immer rege unterstützt, sei es beim Osterfeuer, beim Heidesingen, bei einem Laternenumzug oder Spanferkelessen. Feuerwehrseitig wurden 16 Gruppen-, sechs Atemschutz- und fünf Technische Hilfeleistungsdiente absolviert, die Wettbewerbsgruppe traf sich regelmäßig um sich auf die Wettbewerbe vorzubereiten und so kamen die Mitglieder auf insgesamt 64 Dienste, von denen einige mit Nachbarfeuerwehren und dem Rettungsdienst durchgeführt wurden. Einsätze gab es insgesamt 42, darunter waren zahlreiche Unwetterlagen, aber auch schwere Verkehrsunfälle auf der Autobahn 7 bzw. 27, Fahrzeugbrände und Alarmübungen. Überregional für Aufsehen sorgte der Zugunfall in Beetenbrück, bei dem die Ortsfeuerwehr Krelingen ebenfalls eingesetzt war. Um sich auf die Einsätze entsprechend vorzubereiten, wurden zahlreiche Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene absolviert. Die Jugendfeuerwehrwartin Tina Krause informierte die Anwesenden über die Aktivitäten der acht Mädchen und drei Jungen, die insgesamt 38 Dienste durchgeführt hatten, an dem Stadtoriuentierungsmarsch und allen Wettbewerben teilgenommen und dort gute Platzierungen erreichen konnten. Ein neues Logo und ein Werbe-Flyer wurden entwickelt, um weitere junge Menschen für die Arbeit in der Jugendfeuerwehr zu motivieren. Kieran Parsons wurde an die Einsatzabteilung in Westenholz übergeben - der dort zuständige Ortsbrandmeister Björn Fabisch bedankte sich für die gute Ausbildung die Parson in Krelingen bekam und freute sich über die neue Einsatzkraft in seinen Reihen. Die Kinderfeuerwehrwartin Carina Marquardt berichtete über die Aktivitäten der 14 Kinder der "Krelinger Feuergeister", darunter Unfallverhütung, Erste Hilfe, das Absetzen eines Notrufes, Umweltschutz, Basteln und Spielen. Auch ein Ausflug mit der "Wilden Erika" stand auf dem Programm, genau wie eine Schnitzeljagd und der Kreiskinderfeuerwehrtag, der in Krelingen ausgerichtet wurde. Adolf Plesse gab einen Rückblick für die Feuerwehrkapelle, die neun Auftritte hatte, davon vier für die Feuerwehr und fünf für die Brauchtumspflege. Er rief dazu auf, in der Kapelle mitzumachen, denn der Altersdurchschnitt liegt mittlerweile bei mehr als 62 Jahren und es wird dringend Nachwuchs gesucht. Birgit Söder dankte für die ehrenamtliche Arbeit, die unentgeltlich für die Bürger geleistet wird. Der Ortsvorsteher Freitag machte deutlich, dass die Einsatzkräfte Arbeit in hoher Qualität ablieferten und kein Aufheben davon machen. „Wir brauchen die Feuerwehren, um Menschen zu retten. Aber auch die Hilfe für die Helfer darf nicht vergessen werden, denn die Einsatzkräfte erleben schlimme Dinge“, so Freitag. Der Kreisbrandmeister Staschinski wünschte allen, dass der Dienst am Nächsten weiter mit Spaß abgeleistet wird und alle gesund von den Einsätzen zurückkommen. Wie seine Vorredner auch unterstrich Volker Langrehr als Stadtbrandmeister, dass der Brandschutzbedarfsplan noch nicht fertig ist und die Ergebnisse abgewartet werden sollen, um darauf basierend zukunftsweisende Entscheidungen treffen zu können. Er stellte klar, dass die Ortsfeuerwehr Krelingen eine absolut funktionierende und motivierte Einheit ist, die sich auch äußerst aktiv im Bereich der Jugendarbeit zeigt, dafür dankte er allen. Bei den Nachfolgenden Ehrungen bekam Thorben Fricke für 25-jährige Mitgliedschaft ein Rettungsmesser überreicht, Martina Wiechers, Heike von Fintel und Rainer Kuhlmann wurde für 25 Jahre Dienst in der Musikkapelle gedankt. Für 60 Jahre im Ehrenamt wurden Kurt Drewes und Uwe Voß geehrt, Wilhelm Tödter konnte leider nicht anwesend sein. Ernannt wurde Sven Beermann zum Feuerwehrmann, Holger Walde, Jan Harms sowie Maximilian Huwer zu Oberfeuerwehrmännern und Thorben Fricke zum Oberlöschmeister.

Fotos & Text; Jens Führer

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