Atemschutzgeräteträger absolvieren jährliche Ausbildung Atemschutzkonzept wird umgesetzt

Wenn es brennt entstehen zahlreiche giftige Rauchgase. Oftmals müssen Feuerwehrfrauen und –männer aber im Einsatz genau in den Bereich dieser Rauchgase. Mit Hilfe eines Atemschutzgerätes schützen sie sich vor den gesundheitsschädlichen Gasen und können dennoch Menschen und Tiere retten beziehungsweise das Feuer löschen. Die vollständige Ausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers besteht aus Hose und Jacke aus schwerendflammbaren Material, Feuerwehrstiefeln, Handschuhen, einer Flammschutzhaube, einem Helm, einer Atemschutzmaske und dem Atemschutzgerät. Ungefähr 25 kg wiegt diese persönliche Schutzausrüstung. Allerdings bedarf es einer speziellen Ausbildung, ärztlich bestätigter Fitness und regelmäßiger Weiterbildung, um überhaupt ein Atemschutzgeräteträger sein zu dürfen.

Kürzlich nahmen 32 Feuerwehrleute, davon zwei Frauen, aus den sechs Ortsfeuerwehren der Gemeinde Bispingen an einer gemeinsamen Weiterbildung teil. Diese fand bei sommerlichen Temperaturen in und um das Feuerwehrhaus in Behringen statt. An insgesamt fünf verschiedenen Stationen festigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Wissen und bauten es weiter aus. An der ersten Station wurde das Atemschutzkonzept vorgestellt. Das bereits vor über einem Jahr von Kameraden der Ortsfeuerwehr Behringen ausgearbeitete Konzept beinhaltet beispielsweise die zentrale Dokumentation und Koordination der Atemschutzgeräteträger und der zur Verfügung stehenden Atemschutzgeräte an der Einsatzstelle. Dieses Konzept greift bei größeren beziehungsweise länger andauernden Einsätzen und wird von der Ortsfeuerwehr Behringen an der jeweiligen Einsatzstelle aufgebaut und umgesetzt. An Station zwei musste ein mobiler Rauchverschluss in einem Türrahmen gesetzt werden. Dieser verhindert im Brandfall, dass der Rauch sich beim Öffnen der Tür in bisher nicht betroffene Räume ausbreitet und dort ebenfalls Schaden anrichtet. Der Rettungsbund, ein Knoten zum Sichern von Personen, wenn sie beispielsweise eine Leiter heruntersteigen müssen, sowie das Umstecken des Lugenautomaten mit dem Truppmann unter schwierigen Sichtverhältnissen wurden an der dritten Station geübt. Ebenfalls unter erschwerter Sicht mussten die Trupps an Station vier eine vermeintlich bewusstlose Person in einem Raum suchen, finden und nach draußen bringen. Schlussendlich ging es an der letzten Station um das Schlauchmanagement. Hierbei ging es darum zu wissen, welche verschiedenen Möglichkeiten es im Einsatzfall gibt die mit Wasser gefüllte Schlauchleitung am besten mitzuführen. Ausprobiert werden konnte an der Station das so genannte Schlauchpaket. Die Aufgabe bestand darin, mit dem Schlauchpaket durch einen kleinen Hindernisparcours zum vermeintlichen Brandherd vorzugehen.

Gemeindebrandmeister Carsten Renk dankte in seinem Grußwort als erstes allen anwesenden Atemschutzgeräteträgerinnen und –trägern. Er hob nochmal den besonderen Stellenwert dieser Feuerwehrkameraden hervor und machte deutlich, wie wichtig deren Aus- und Weiterbildung ist. Ein weiteres Dankeschön sprach er dem Behringer Ortsbrandmeister Hans-Helmut Röhrs und seinen Helfern aus, dafür dass dieser Schulungsabend so gelungen stattgefunden hat und darüber hinaus alle Teilnehmer stets mit mehr als ausreichend Essen und Getränke versorgt waren. Abschließend dankte Carsten Renk noch den Atemschutzgerätewarten und allen anwesenden Helfern aus den Reihen der Ortsfeuerwehren für ihre Unterstützung an diesem Abend.

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