Übung im Heidekreis-Klinikum Soltau Stadtfeuerwehr Soltau retten Patienten

Soltau (stm). Das Heidekreis-Klinikum ist nicht nur für die Sicherheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich sondern natürlich gerade auch für seine Patienten.  Pläne aufzustellen und Konzepte auszuarbeiten ist eine Sache, ob diese dann auch unter realen Bedingungen funktionieren ist die andere Frage. Um dies zu testen, fand am Samstag gegen 14:00 Uhr eine geheime Alarmübung im Heidekreis-Klinikum Soltau statt.

Nur ein kleiner Personenkreis im Krankenhaus und von der Übungsleitung der Feuerwehr waren eingeweiht.

Eine derzeit leer stehende Station im 2. Obergeschoss stand für die Übung zur Verfügung. Angenommen wurde ein Brand in einem Schwesternzimmer. Die automatische Brandmeldeanlage schlug Alarm. Die Mitarbeiterin hat selbst zunächst Löschversuche unternommen und zog sich dabei erhebliche Brandverletzungen zu. Das Feuer breitete sich aus und verqualmte Teile der Etage. Patienten konnten ihre Zimmer nicht verlassen.
Insgesamt wurden 28 Statisten (Pflegeschüler und Pflegekräfte) fachgerecht „geschminkt“ und auf ihre Rolle vorbereitet: Brandverletzungen, Rauchgasvergiftungen sowie geriatrische und dementielle Krankheitsbilder.

Nachdem der „Brandmeister vom Dienst“ (BvD) der Feuerwehr Soltau die erste Erkundung durchgeführt und festgestellt hat, dass es kein Fehlalarm der Brandmeldeanlage ist und das Ausmaß erkannte, ließ er über die Feuerwehr-Leitstelle Alarm für die Stadtfeuerwehr Soltau auslösen.

Die Feuerwehren Soltau, Meinern-Mittelstendorf, Wolterdingen, Dittmern-Deimern, Hötzingen sowie der Teleskop-Gelenkmast (TGM) der Feuerwehr Bad Fallingbostel wurden alarmiert.

Wegen der Trockenheit und Hitze wurden nicht alle Feuerwehren zu dieser Übung alarmiert. So wurde die Ortswehr Harber nicht in die Übung eingebunden, damit wasserführende Fahrzeuge schnell für Real-Einsätze verfügbar waren.

Sofort nach Eintreffen gingen Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung vor. Patienten wurden mit Fluchthauben aus dem Gefahrenbereich gerettet, andere über Drehleiter und TGM. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung vorbereitet.

Außerdem trat die Krankenhaus-Einsatzleitung (KEL) zusammen, um gemeinsam mit der Einsatzleitung der Feuerwehr das weitere Vorgehen abzustimmen.

„So eine Übung ist enorm wichtig, um die Abläufe in der Praxis zu proben. Das Zusammenspiel mit der Feuerwehr war sehr gut“ so Harm-Jochen Wittenberg, Leiter der Wirtschaftsabteilung und Mitglied der KEL. Er bedankte sich bei den Einsatzkräften und auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Heidekreis-Klinikum für die geleistete Arbeit bei fast 30° C am Samstag Nachmittag.

Als Beobachter nahmen Brandschutzabschnittsleiter Matthias Meyer und die Stadtbrandmeister Soltau, Hans-Georg Blumenthal und Bad Fallingbostel, Andreas Schulenburg, an der Übung teil.
Ausgearbeitet haben die Übung gemeinsam mit Verantwortlichen des Heidekreis-Klinikums die Zugführer Thorsten Wolter aus Soltau und Jan Behrend (Stv. Ortsbrandmeister Wolterdingen) aus Soltau.

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